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aleae: Ein halbes Jahrhundert Ideen – und ein neues Gästedorf für Südeuropa

Hintergrund  21. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Manche Ideen brauchen ein halbes Jahrhundert. 1974 haben wir bei Coorda das Projekt „Atlantis“ ins Leben gerufen – schwimmende Würfel für Seen. Später habe ich auf La Réunion ein eigenes Gästehaus geführt. 2026 fügt sich beides zusammen: aleae™ by Cubemotel™, modulare und nachhaltige Unterkünfte für Südeuropa.

Visualisierung: Grundrisse, Zahlen und ein Modell der aleae-Module am Arbeitsplatz
Visualisierung: Grundrisse, Zahlen und ein Modell der aleae-Module am Arbeitsplatz

Zwischen Camping und Hotel

aleae ist weder Campingplatz noch Hotel, sondern etwas dazwischen. Ein Standort besteht aus Modulen in drei Grössen: Studio (16 m², bis 2 Personen), Standard (32 m², bis 3 Personen) und Famille (48 m², bis 5 Personen) – zusammen 36 Unterkünfte für höchstens 100 Gäste. Dazu kommen ein Bereich für Wohnmobile, Einrichtungen für alle Gäste und ein Platz, der auch dem Ort offensteht: an normalen Tagen Parkplatz, an anderen Wochenmarkt, Flohmarkt oder Konzertfläche.

Übersicht eines aleae-Standorts – von mir selbst gestaltet und mit KI verfeinert: links der offene Platz für Markt und Foodtruck, in der Mitte die Module mit Terrassen, rechts der Bereich für Wohnmobile
Übersicht eines aleae-Standorts – von mir selbst gestaltet und mit KI verfeinert: links der offene Platz für Markt und Foodtruck, in der Mitte die Module mit Terrassen, rechts der Bereich für Wohnmobile

Die Module werden in Europa vorgefertigt und schnell aufgestellt – mit möglichst wenig Eingriff in die Landschaft. Gefertigt werden sie von unserem Produktionspartner Eurocasa / Nidify Home.

Das Werk unseres Produktionspartners Eurocasa / Nidify Home
Das Werk unseres Produktionspartners Eurocasa / Nidify Home
Visualisierung: eine Reihe von aleae-Modulen als Architekturmodell, mit Plänen und Tablet
Visualisierung: eine Reihe von aleae-Modulen als Architekturmodell, mit Plänen und Tablet

Für Gäste: einfach ankommen

Über die aleae-App sollen Gäste buchen, einchecken, ihre Tür mit dem Handy öffnen und die Conciergerie erreichen. Und sie sehen, wie viel Energie und Wasser sie während ihres Aufenthalts verbraucht haben – nicht als Vorwurf, sondern weil Nachhaltigkeit sichtbar sein darf.

Visualisierung: so soll die aleae-App aussehen – buchen, einchecken, Schlüssel aufs Handy, Verbrauch im Blick
Visualisierung: so soll die aleae-App aussehen – buchen, einchecken, Schlüssel aufs Handy, Verbrauch im Blick

Für Gemeinden: ein Partner, kein Fremdkörper

aleae sucht Standorte gemeinsam mit den Gemeinden. Ein Standort bringt Gäste für die Geschäfte und Restaurants im Ort, Arbeit vor Ort und Flächen, die auch die Einwohner nutzen können. Der erste Standort ist im Korridor zwischen Narbonne und Carcassonne in Okzitanien geplant; eröffnen soll er 2027. Weitere Orte in Südeuropa sollen folgen – Schritt für Schritt.

Das aleae-Auto vor einem Modul – „Ready for the cube life?“
Das aleae-Auto vor einem Modul – „Ready for the cube life?“

Finanziert wird ohne Banken: über Crowdinvesting, Sale & Leaseback, umsatzbasierte Finanzierung und Wandeldarlehen. Die Einzelheiten finden Sie auf aleae.eu.

Die Gemeinde als Partner: ein Grundstück, Module im Grünen und drei Säulen – Umwelt, Menschen, Energie
Die Gemeinde als Partner: ein Grundstück, Module im Grünen und drei Säulen – Umwelt, Menschen, Energie

Was ich vom Manacoël mitgenommen habe

Auf La Réunion habe ich gelernt, was Gäste wirklich brauchen: ein ruhiges, sauberes Zuhause auf Zeit, jemanden, der den Ort kennt, und die Region als Erlebnis vor der Tür. Genau das soll jeder aleae-Standort bieten – nur in Modulen, nachhaltig gebaut und für viele Orte gedacht. Mehr über das Manacoël steht im Beitrag über 2006.

Atlantis – die Idee von 1974 kehrt zurück

1974 sah das Projekt „Atlantis“ autonome, schwimmende Einheiten vor – Cubes, die in kleinen Verbünden auf Seen und in ruhigen Meereszonen liegen sollten. Die Zeit war noch nicht reif: Für Energie, Abwasser und Stabilität gab es damals keine bezahlbaren Lösungen.

Heute ist das anders. Dünnschicht-Solarmodule auf dem Dach, langlebige Lithium-Eisenphosphat-Akkus, Regenwasser mit UV-Filter, Grauwasser-Recycling über Membran-Bioreaktoren und Schwimmkörper aus recycelbarem Polyethylen machen schwimmende Einheiten möglich, die komfortabel sind und nichts ins Wasser abgeben.

Unter dem Namen Atlantis by aleae™ denken wir die Idee weiter: kleinere, leichtere Module als an Land, als Verbund von vier bis acht Einheiten mit einem gemeinsamen Treffpunkt, über Stege verbunden und vom Ufer aus per Steg oder Boot erreichbar. Nicht für das offene Meer, sondern für geschützte Seen und ruhige Buchten – etwa den Alqueva-Stausee in Portugal oder den Lac du Salagou in Okzitanien, die wir uns genauer ansehen möchten. Kein Camping auf dem Wasser, eher ein schwimmendes Refugium.

Noch ist Atlantis eine Erweiterung auf dem Papier. Zuerst kommt der Standort an Land – aber es ist schön zu sehen, dass eine Idee von 1974 heute technisch machbar ist.

Die Standortübersicht, die Modell- und App-Bilder und das Schema sind Visualisierungen des aleae-Konzepts, keine Fotos fertiger Anlagen. Echt sind die Fotos des aleae-Autos vor einem Modul und des Werks von Eurocasa / Nidify Home.

von Peter Sulser · coorda® · 21. Oktober 2026

Reihenfolge: Nach Publikation

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